Auflistung Optimierungen 50 - 60 ccm Stino / Sport

  • Servus Leute,

    ich hab auf yt (Credits: CO2radtechnik und Simson 4.0) schon einiges zum Thema "unauffälliges Tuning" gesehen und wollte für die verschiedenen Punkte mal eine kleine Übersicht erstellen.
    Dazu sei gesagt, es ist zwar alles auf dem Prüfstand mit einer Leistungssteigerung nachgewiesen worden, allerdings sind dies keine weltbewegenden Werte.
    Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass die Summe der Optimierung dann doch den Unterschied machen kann ;) Soll keine Werbung sein, hab mir die Sachen selbst beschafft und bin eigentlich ganz überzeugt davon.

    1. Luftfilter
    Traurigerweise hat sich heraus gestellt, dass die Tuning-Patrone in Serienoptik mit Vliesgewebe um einiges weniger durchlass hat als die Standart MZA-Patrone (Hätte ich so auch nicht gedacht).
    Simmiprint bietet z.B. einen Ersatz aus dem 3D-Drucker an, der wiederum 22% mehr Luftdurchlass hat als die von MZA. Die Highflow varinate sogar noch mehr -allerdings ist dies ja auch immer ein
    Kompromiss in Sachen Filterleistung...
    Desweiteren empfehle ich noch das Luftfilterblech dahinter auszufräsen bzw. aufzufeilen für mehr Durchsatz.

    2. Ansaugmuffe
    Ebenfalls einen Vorteil von knapp 3% Leistung bringt der Strömungsoptimierer, der dafür sorgen soll, die Verwirbelungen in der Wölbung der Ansaugmuffe zu vermeiden.
    Ist quasi ein Ring aus Kunststoff der innen eingesetzt wird. Ebenfalls erhältlich z.B. bei Simmiprint oder man baut es selbst.

    3. Krümmer
    Hier bietet sich der Sachsenmoped-Krümmer mit 26mm ID an (geringere Wandstärke, aussen originale 28mm. Original haben die Krümmer teils 24,xx - 25mm Innendruchmesser.
    7% mehr Leistung. Wenn man den Krümmer dann noch circa 5cm kürzt mit 2cm einsteckmaß ergibt das ein sehr kraftvolles Paket mit verbessertem Überdrehverhalten und 12% mehr als Serie.

    4. Schalldämpfer
    Was den "AOA"-Umbau noch komplettiert ist der Schalldämpfer Einsatz mit dem größeren 16mm Rohr und der abdichtenden Dämpfungsplatte - Ebenfalls erhältlich bei Sachsenmoped.
    Der Vorteil ist hierdurch der selbe Querschnitt wie wenn man mal selbst zusätzlichen Löcher bohrt - nur mit unauffälligerer Klangkulisse.

    5. Zündung
    Die Vape bringt gegenüber der E-Zündung, auch dank der geringeren Schwungmasse 4,7% mehr Leistung. Wobei beim Anfahrverhalten die Schwungmasse auch nicht schadet (700g zu 1100g habe ich gewogen).
    Die Denso IWF24 Zündkerze bringt 2,7% (0,1PS) mehr als die NGKb8HS / Beru Isolator 260 bei Stino teilen bzw. seriennahen Sportzylindern.

    Falls jemand noch andere Ideen beisteuern kann oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat - nur her damit.
    Kann man dann ja gegebenenfalls ergänzen.
    Bin gespannt !

  • Sorry aber die % angaben sind Quatsch.

    -der Krümmer 12% Mehrleistung, ich habe Diagramme hier von Original, SAMO und JW. die 12% sind Träumerei.
    -Ansaugmuffe der Ring ist so geringfügig das fällt bei mir Messfehler.

    und Schalldämpfer mit 16mm Rohr bei nen Seriennahen 50 bzw. 60er, was soll das bringen? habt Ihr das Wirklich mal auf einen Prüfstand getestet? ich hab das schon paar mal durchgetestet, auch RZT 3Platten ect. der Original geht bei nen Seriennahen 50er meist am besten.


  • Sorry aber die % angaben sind Quatsch.

    -der Krümmer 12% Mehrleistung, ich habe Diagramme hier von Original, SAMO und JW. die 12% sind Träumerei.
    -Ansaugmuffe der Ring ist so geringfügig das fällt bei mir Messfehler.

    und Schalldämpfer mit 16mm Rohr bei nen Seriennahen 50 bzw. 60er, was soll das bringen? habt Ihr das Wirklich mal auf einen Prüfstand getestet? ich hab das schon paar mal durchgetestet, auch RZT 3Platten ect. der Original geht bei nen Seriennahen 50er meist am besten.

    Ja das mit dem Krümmer war bereits in der gekürzten Version, habs verbessert.

    Zum Endschalldämpfer, ich fahr das auch so am 60er und ich denke es ist sowohl Leistungstechnisch als auch von der Thermik her Ratsam mit dem Durchmesser etwas hoch zu gehen.
    Nicht ohne Grund wird seit Jahren empfohlen beim AOA da Löcher rein zu machen? Nur das es eben nicht so gemurkst ist. :cheers:

    TÜV-Moped S51B 1985 (ZT90N, ZT-Reso D bzw. JMP Sport Classic, VM24, 5-Gang)

    S51 Enduro 1986 Schmitt Sportfreund 60ccm 4-Gang


  • nach deiner Rechnung müsste jetzt jeder der von Sachsenmoped einen 50er Zylinder kauft (der ja schon 5,5PS haben soll) ja dann knapp 8PS haben? sehe ich jetzt nicht.

    Ich komme auf 6,7 + das was der Luftfilter bringt.
    Und da ist ja schon ein AOA1,5 dran quasi.

    Weiß jetzt nicht wie du auf 8 kommst :)

    TÜV-Moped S51B 1985 (ZT90N, ZT-Reso D bzw. JMP Sport Classic, VM24, 5-Gang)

    S51 Enduro 1986 Schmitt Sportfreund 60ccm 4-Gang

  • Die Prozent Angaben sind Blödsinn.
    Aber Fakt ist, dass CO2radtechnik hat mit einem stino Almot 50 bei 3,1 PS Hinterrad Messung angefangen und ist mittlerweile bei einem breiteren Band und 3,5 PS Hinterrad Leistung. Alles gemessen und per Video dokumentiert.
    Noch hat er aber nix am Luftfilter oder der Quetschkante gemacht, vielleicht kommt er auch noch auf 3,6-3,7PS am Hinterrad, wenn er alles an Optimierungen durch hat.

    Von 4.0 Werbe Verein halt ich nix. Würde an Stelle von so einem teuren Ring einfach einen Ladeluft Schlauch kaufen und als Muffe verwenden.

  • Man darf die unterschiedlichsten, minimalsten Optimierungen nicht aufaddieren, um dann von einer Gesamtoptimierung auszugehen. Die Werbeshow von SIM 4 Punkt Null finde ich lustig - danach müsste jeder Hobel mindestens im Stino-Zustand 75 km/h fahren...mit Sozius natürlich...

    Suche Nabenputzer für meinen SR50-Roller und einen Seitenständer für das Duo 4/1 :thumbup: - Juuhhuuu - Wheelie mit nem Duo rockt :D

  • Was soll dieser Ring bewirken, schon mal angeschaut wie groß die Falte in der Muffe bei einer MZ ist und nein, dass Geheimnis liegt nicht im Strömungswiderstand an der Rohrwandung. Es soll ja tatsächlich welche geben die glauben die Luft strömt in der Muffe nur in eine Richtung.

  • Ich würde den Luftfilter leicht bearbeiten, mit der Bedüsung etwas hoch gehen und das quetschmaß runter setzen. Da dürfte schon was kommen.
    Den Ring in der Muffe halte ich auch für nicht sinnvoll, zumindest bei dem 16er Gaser.

    Wir lieben das, was knallt und stinkt und trotzdem keine Leistung bringt. :thumbup:


  • Was soll dieser Ring bewirken, schon mal angeschaut wie groß die Falte in der Muffe bei einer MZ ist und nein, dass Geheimnis liegt nicht im Strömungswiderstand an der Rohrwandung. Es soll ja tatsächlich welche geben die glauben die Luft strömt in der Muffe nur in eine Richtung.

    Und worin liegt das Geheimnis ? Du kannst das doch bestimmt prima erklären ! ;)


  • Schade würde mich mal interessieren die 4.0 Typen konnten das ja nicht vernünftig begründen .


    Das System der Ansaugluftführung ist sehr komplex und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Motorabstimmung, jegliche Änderungen wirken sich daher unmittelbar auf die Gemischbildung aus und somit auf die Leistungsabgabe und das thermische Verhalten des Motors.

    Die Luft im Ansaugsystem strömt nicht nur zum Motor hin, sonder zu einem gewissen Anteil auch wieder zurück (Einlassschwingung). Der Agonist dafür ist zum einen die Motordrehzahl, die Einlasssteuerzeit, das Kurbelgehäusevolumen sowie der Querschnitt des Ansaugweges und seine effektive Länge mit all seinen Strömungswiderständen. Ist die Bedüsung auf diese Resonanzfrequenz abgestimmt sollte sich in dem Bereich ein Luftverhältnis im Abgas von λ 0,90 einstellen. Verlässt man die Resonanz durch Drehzahländerung nach oben oder nach unten wird der Lambdawert wieder fallen, was sich negativ auf den Brennverlauf auswirkt. Der Grund hierfür liegt in einem höheren effektiven Venturi am Düsensystem.

    Ändert man jetzt die Widerstände im System, wie diese Falte in der Verbindungsmuffe ändert man auch die Einlassresonanz im Ansaugsystem. Verschiebt man also die Resonanz im System durch diesen Eingriff nach oben, verschiebt man auch den Lambdaabfall in eine höhere Region und verschiebt somit etwas das Leistungsband, der Motor überfettet also etwas später.

    Das Problem dabei ist jedoch, dass es keine reine Verschiebung der Lambdakurve ergibt, sondern der Peak in der Kurve sich durch diese Maßnahme verstärkt. Der Grund dafür liegt im akustischen Luftfilter, denn dieser "Herzkasten" mit seinem Volume von 3dm³ und dem 170mm langen Einlassrohr ist im System der Antagonist, welcher mit seiner Eigenfrequenz (Helmholzresonator) so abgestimmt ist, dass er die Einlassresonanz des Agonisten durch Überlagerung auslöscht, denn dieser vom Motor erzeugte Peak ist bei einem Alltagsmotor absolut unerwünscht, man strebt hier einen möglichst geradlinigen Lambdaverlauf über das gesamte Drehzahlnutzband an. Man sollte daher auch das Volumen des Kastens, nicht durch etwaige Einbauten oder durch Nutzung als zusätzliches Werkzeugfach reduzieren.

    Verschieb man in dem o.g. Fall nun nur die Einlassfrequenz, reduziert sich die gewünschte Auslöschung und es geht über in eine unerwünschte Verstärkung, je nach dem wie weit man beide Amplituden zu einander verschiebt, welche dann den o.g. Peak ausbilden. Dass ganze hat zur Folge, dass es in der Gemischaufbereitung zu einer unerwünschten Abmagerung kommt, was bei kühleren Temperaturen dann schnell zu merklichen Leistungseinbußen führt und den Motor, durch reduzierte innere Kühlung, thermisch höher beansprucht. Um der Abmagerung entgegenzuwirken müsste man wieder etwas fetter Bedüsen, was jedoch das Band merklich verkürzen würde.


  • Das System der Ansaugluftführung ist sehr komplex und hat einen entscheidenden Einfluss auf die Motorabstimmung, jegliche Änderungen wirken sich daher unmittelbar auf die Gemischbildung aus und somit auf die Leistungsabgabe und das thermische Verhalten des Motors.

    Die Luft im Ansaugsystem strömt nicht nur zum Motor hin, sonder zu einem gewissen Anteil auch wieder zurück (Einlassschwingung). Der Agonist dafür ist zum einen die Motordrehzahl, die Einlasssteuerzeit, das Kurbelgehäusevolumen sowie der Querschnitt des Ansaugweges und seine effektive Länge mit all seinen Strömungswiderständen. Ist die Bedüsung auf diese Resonanzfrequenz abgestimmt sollte sich in dem Bereich ein Luftverhältnis im Abgas von λ 0,90 einstellen. Verlässt man die Resonanz durch Drehzahländerung nach oben oder nach unten wird der Lambdawert wieder fallen, was sich negativ auf den Brennverlauf auswirkt. Der Grund hierfür liegt in einem höheren effektiven Venturi am Düsensystem.

    Ändert man jetzt die Widerstände im System, wie diese Falte in der Verbindungsmuffe ändert man auch die Einlassresonanz im Ansaugsystem. Verschiebt man also die Resonanz im System durch diesen Eingriff nach oben, verschiebt man auch den Lambdaabfall in eine höhere Region und verschiebt somit etwas das Leistungsband, der Motor überfettet also etwas später.

    Das Problem dabei ist jedoch, dass es keine reine Verschiebung der Lambdakurve ergibt, sondern der Peak in der Kurve sich durch diese Maßnahme verstärkt. Der Grund dafür liegt im akustischen Luftfilter, denn dieser "Herzkasten" mit seinem Volume von 3dm³ und dem 170mm langen Einlassrohr ist im System der Antagonist, welcher mit seiner Eigenfrequenz (Helmholzresonator) so abgestimmt ist, dass er die Einlassresonanz des Agonisten durch Überlagerung auslöscht, denn dieser vom Motor erzeugte Peak ist bei einem Alltagsmotor absolut unerwünscht, man strebt hier einen möglichst geradlinigen Lambdaverlauf über das gesamte Drehzahlnutzband an. Man sollte daher auch das Volumen des Kastens, nicht durch etwaige Einbauten oder durch Nutzung als zusätzliches Werkzeugfach reduzieren.

    Verschieb man in dem o.g. Fall nun nur die Einlassfrequenz, reduziert sich die gewünschte Auslöschung und es geht über in eine unerwünschte Verstärkung, je nach dem wie weit man beide Amplituden zu einander verschiebt, welche dann den o.g. Peak ausbilden. Dass ganze hat zur Folge, dass es in der Gemischaufbereitung zu einer unerwünschten Abmagerung kommt, was bei kühleren Temperaturen dann schnell zu merklichen Leistungseinbußen führt und den Motor, durch reduzierte innere Kühlung, thermisch höher beansprucht. Um der Abmagerung entgegenzuwirken müsste man wieder etwas fetter Bedüsen, was jedoch das Band merklich verkürzen würde.

    Da scheint mir die Erläuterung von 4.0 im Video nachvollziehbarer.

    TÜV-Moped S51B 1985 (ZT90N, ZT-Reso D bzw. JMP Sport Classic, VM24, 5-Gang)

    S51 Enduro 1986 Schmitt Sportfreund 60ccm 4-Gang


  • Da scheint mir die Erläuterung von 4.0 im Video nachvollziehbarer.


    Sorry mit dem 4.0 kann ich leider nix anfangen, um was auch immer es sich dabei handeln möge, vermutlich geht es in den Bereich Verschwörungstheorien. Nur weil etwas nachvollziehbar klingt muss es ja noch lange nicht so sein. Einfach mal ein Messgerät zur Hand nehmen und selber paar Versuche fahren, dabei relativiert sich die Nachvollziehbarkeit ganz schnell, optional bleibt noch der Griff zur einschlägigen Fachliteratur.

    Im Verlauf mal ein Beispiel was passiert, wenn man in den Herzkasten eine zusätzliche Öffnung einbringt. Wie man sieht ist das, dass dümmste was man überhaupt machen kann. Die Bedüsung wurde zwar erhöht jedoch durch die Verstimmung des Gesamtsystems bildet sich der bereits o.g. Peak aus, denn der akustische Filter wurde durch die Maßnahme in seiner Eigenfrequenz geändert und kann die Einlassresonanz nicht mehr auslöschen, die Folge ist eine extreme Abmagerung. Wird der Motor unter Last lange in dem Abmagerungsbereich betrieben kommt es folglich zur thermischen Überlastung.

  • Durch das tauschen des Filterblechs verändert man doch auch die Eigenfrequenz, da müsste es doch zu ähnlichen Problemen kommen. Trotzdem fahren die modifizierten Luftfilter besser als die stino Patronen (auch mit zusätzlichen Öffnungen).
    Ich als Luft- und Raumfahrt Student schätze deinen Wissenschaftlichen Ansatz sehr, aber manchmal muss man auch fünfe Grade sein lassen.

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