• Grüße
    Fahre den ZT90N Stage 1, habe da jetzt folgendes Problem… Und zwar ist dort leider mein Zylinderkopf undicht, heißt es suppt vorne raus, hätte jetzt gesagt ich klatsch da einfach ein O-Ring zwischen Zylinder und Kopf, würde das einfach so funktionieren? falls ja hätte vielleicht jemand die maße für den O-Ring Parat?
    Mfg


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  • Flymo erzähl doch net so Schmarrn, denn bei vielen 2T Enduros 250/300ern etc. am Markt fährt man O Ringe am/im Kof. Bei meiner Beta RR 300 ist es ebenfalls so mit S3-Kopf.
    Max, ich fahr von SH Tuning den MEGU Fächerkopf mit O Ring seit diesem Jahr und das funktioniert 1a.
    https://www.sh-tuning.de/58-zylinderkoepfe
    Bei drei Kollegen schon ähnliche Köpfe montiert und alle sind bisher dicht ;) und Kollegen zufrieden.
    PZ bietet es ähnlich aber noch aufwendiger an: https://pztuning24.de/Zylinderkoepfe-mit-Wechselkalotten

    Einmal editiert, zuletzt von Aaron (9. November 2022 um 19:54)

  • Wenn du erstmal eine schnelle und kostengünstige Lösung möchtest dann greif auf das Dichtungsset vom LT90 Reso zurück, dort sind 2 unterschiedliche AluKopfdichtungen und noch andere Sachen die sich gut gebrauchen lassen.
    Passt wunderbar beim 90n.

    Der Motor stöhnt, der Kolben schreit, zwei Takte bis in Ewigkeit
    :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers:
    S51 mit ZT90N-S3, Mikuni24, VA-LTM(ACE), ZT-5Gang, Kaiser3DDruck Duplex, K66 80/80 1,85/2,15

    ETZ251 mit 300ccm, ORPKopf, 34Mikuni, VAauspuff

  • Aron, eventuell erzählst du ja Schmarrn. Vielleicht ist dir ja entgangen, dass die Beta RR 300 einen Wassergekühlten Zylinder hat, hier hat die Dichtung einen ganz anderen Stellenwert und das gesamte System ist darauf abgestimmt (Flächenanteile). Zumal die beiden Dichtringe bei weitem nicht den Temperaturen ausgesetzt sind, wie bei einem Luftgekühlten Zylinder, auch ein Viton-Ring hält den Temperarturen nicht lange stand, härtet aus und verliert seine Vorspannung und wird undicht.

    Der thermische Überganswiderstand zwischen Zylinder und Kopf ist so klein wie nur möglich zu halten, weil der Zylinder sonst zu kühl (Kondensation (HC-Bildung)) und der Kopf zu heiß (Klopfneigung) werden würde, da baut man keinen Isolierenden Kunststoff ein, denn das ist bei luftgekühlten Motoren aus o. g. Gründen grober Unsinn. Da hilft es schon einfach mal ohne Fachwissen über den Tellerrand zu schauen, wie hat man es damals bei Sachsenring oder MZ oder Sachs oder etc. gelöst, ganz einfach mit einer Dichtung aus Aluminimum, die einen hohen Wärmeleitwert besitz. Es gibt auch Tuner im Simsonsektor, die führen ihre Zylinder grundsätzlich mit einer Aludichtung aus und das ohne großes Aufsehen zu erregen, die sind einfach schon einen Schritt weiter.

    Ich würde denken, wenn die ersten Kurbelwellen, mit einem abgeknickten Pleuel auf den Markt kommen (entwickelt von Ulli Stecker, vierfacher deutscher Cross-Meister), werden auch die gekauft wie warme Semmeln, man muss nur Tuning draufschreiben und paar tolle Argumente finden.

    Manchmal hilft es selber zu denken als gedacht zu werden, wie in so vielen Bereichen des Lebens.

  • Ich erzähle auch gern mal Schmarrn und kann damit gut umgehen ;). Ich kann wie gesagt nur berichten, dass o.g. Systeme sehr gut funktionieren bei uns, sowie in diesen Leistungsklassen (Simson) und bisher nichts auffälliges zu erzählen wäre. Mit einem einjährigen evtl. Viton-Ring-Wechsel kann ich aber z. B. leben...

  • Der Vorteil der Vitonringlösung liegt nur beim Verkäufer, denn der erhöht damit seinen Umsatz, die o. g. Nachteile liegen alle beim Kunden. Eine Aludichtung hält ewig und kann sogar wiederverwendet werden.

  • PZ bietet es ähnlich aber noch aufwendiger an: https://pztuning24.de/Zylinderkoepfe-mit-Wechselkalotten

    Die "Neuentwicklung" von pz hab ich erst für einen Scherz gehalten, aber der verkauft das wirklich....
    Also da fehlen mir echt die Worte. Wieso setzt man den Wärmeübergang absichtlich herab? Na gut, gehen noch mehr zylinder kaputt, kann man noch mehr verkaufen...


  • Der Vorteil der Vitonringlösung liegt nur beim Verkäufer, denn der erhöht damit seinen Umsatz, die o. g. Nachteile liegen alle beim Kunden. Eine Aludichtung hält ewig und kann sogar wiederverwendet werden.

    Na das erzähl mal den Trabantfahrern!
    Hab meinen selber im Frühjahr auch von Aludichtung auf Viton umgebaut (Verdichtung 9.5:1), seit dem sind die Köpfe endlich Dicht und thermische Probleme gibts überhaupt gar keine.
    Von daher funktioniert das auch…

  • Na das erzähl mal den Trabantfahrern!
    Hab meinen selber im Frühjahr auch von Aludichtung auf Viton umgebaut (Verdichtung 9.5:1), seit dem sind die Köpfe endlich Dicht und thermische Probleme gibts überhaupt gar keine.
    Von daher funktioniert das auch…

    Hier reden wir dann aber auch von einem permanent Gebläsegekühlten Motor, mit einer sagenhaften Literleistung von rund 45PS.
    Ich glaueb thermisch kann man das so nicht ganz vergelichen.


  • Kenn mich bei der sache zwar nicht so aus, aber kommt da nicht wenigstens Wärmeleitpaste zwischen Kühlkörper und Chip?

    Richtig.
    Könnte man bei dem PZ System allerdings ebenso machen.
    Man könnte das ganze auch weitertreiben und eventuell probieren, diese Paste auch am Übergang Buchse zu Kopf zu verwenden.
    Muss aber ehrlicherweise dazu sagen, das ich grade nicht weiß wieviel Temperatur diese Paste auf Dauer oder generell verträgt.

  • Ich denke wenn man die kalotte mit warmepaste einklebt bekommt man es irgendwann nicht mehr auseinander. Wofür dann die kalotte...
    Ich sag mal so, für kurze Prüfstandstests mag das gehen. Aber für Dauerbelastung fehlt einfach Kühlleistung. Da kann man die Bauteile noch so genau drehen. Der Wärmeübergang fällt definitiv schlechter aus da einfach zwischen brennraum und Kühlrippen nochmal eine extra Luftschicht zur Isolierung ist.


  • Denke nicht das der wärmeübergang so viel schlechter ist, beim PC macht man das teilweise auch nicht anders als den Kühler direkt auf den Prozessor.

    Bei nem Billosystem mag das vlt noch gehen, kenne aber keinen der nicht "Schmatze" dazwischen macht....sogar Kupferpaste kann man dafür nehmen...

    Der Motor stöhnt, der Kolben schreit, zwei Takte bis in Ewigkeit
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  • Eine gute Flüssigmetallwärmeleitpaste hat einen Wärmeleitkoeffizienten von ca. 80 W/m*K, herkömmliche Pasten liegen bei ca. 1 W/m*K, Aluminium liegt bei 234 W/m*K, Kupfer liegt bei 380 W/m*K, Viton liegt nur so nebenbei bei 0,3W/m*K. Werte unter 0,1 W/m*K fallen bereits in die Gruppe der Isolierstoffe.

    Beim nackten Vergleich der o.g. Zahlen erübrigt sich jede weitere Diskussion über Wärmeleitpasten und Viton-Ringe, zumal die Pasten bei den hohen Flächendichtungsdrücken (Zylinderkopf) ohnehin aus dem Dichtspalt gequetscht werden, eine gute Paste würde hier bis 230°C aushalten, die aus dem Computerbereich kann es nicht.

    Auch im Rennsport werden ausschließlich Kupfringe im Kopfdichtungsbereich eingesetzt und keine Pasten oder ähnliches.

    Wenn an Stelle des Viton-Ringes ein entsprechender Kupferring zur Anwendung kommt, wäre eine nähere Betrachtung der Thematik erstmal sinnvoll.

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